Eingewachsener Fußnagel – Ein schmerzhaftes Problem an den Zehen

Ein eingewachsener Fußnagel entsteht dann, wenn sich die Kante eines Zehennagels in die Haut am Ende oder an der Seite des Zehs eingräbt. Die ersten Anzeichen sind Entzündung und Schmerzen an der Stelle, wo der Nagel einwächst. Zu einem späteren Zeitpunkt ist es möglich, dass an der entzündeten Stelle neues Hautgewebe wächst, oder aus der Stelle Eiter austritt.

  • Wenn ein eingewachsener Zehennagel nicht behandelt wird, kann es zu schweren Entzündungen oder sogar Abszessen kommen, die chirurgisch behandelt werden müssen. In seltenen Fällen kann sich auch der Zehenknochen entzünden (Osteomyelitis).
  • Eingewachsene Fußnägel kommen selten bei Kindern vor – vielmehr bei jungen und erwachsenen Männern (weniger häufig bei Frauen).
  • Grundsätzlich kann jeder Fußnagel einwachsen. Am häufigsten kommt dieses Problem jedoch beim großen Zehennagel vor.

Eingewachsener Fußnagel – Die Ursachen

Warum kommt es dazu, dass ein Zehennagel einwächst? Hier die häufigsten Ursachen:

  • Zu enge Schuhe können dafür sorgen, dass die Zehen zusammengepresst werden und die Nägel nicht in die normale Richtung wachsen.
  • Seltenes Fußnägelschneiden kann dafür sorgen, dass die Ecken der Nägel in die Haut einwachsen. Daher sollten Nägel auch gerade, und nicht abgerundet abgeschnitten werden.
  • Pilzinfektionen wie etwa Fußpilz lassen den Nagel anwachsen, so dass er einfacher in die Haut eindringen kann.
  • Immer wiederkehrende Verletzungen am Nagel (wie z.B. durch Fußball) können einen eingewachsenen Fußnagel zur Folge haben.

Eingewachsener Fußnagel – Die Symptome

Am häufigsten erscheint ein eingewachsener Zehennagel an nur einem äußeren Rand des großen Zehennagels – allerdings kann dieses Problem an jedem Nagel auftreten, oder auch an beiden Seiten des Nagels. Die üblichen Anzeichen und Symptome eines eingewachsenen Fußnagels sind Schmerzen, Rötungen und Schwellungen.

  • Am Anfang rötet sich die Stelle am Zeh, sie fängt an zu schmerzen und leichte Schwellungen sind zu erkennen. Keine Eiterbildung, kein Fieber.
  • Im fortgeschrittenen Stadium bildet sich neues Hautgewebe um die Stelle des Einwachsens herum. Wenn man drückt kann Eiter austreten – eine natürliche Reaktion der Haut auf einen Fremdkörper.
  • In seltenen Fällen kann sich eine schwere Entzündung bilden, bei der der Zeh noch weiter anschwillt und neben dem Eiter weitere weißlich-gelbe Flüssigkeiten aus der Wunde austreten. Fieber kann einsetzen.

Eingewachsener Fußnagel – Die Behandlung

Besonders im Anfangsstadium kann ein eingewachsener Fußnagel zuhause behandelt werden. Dazu gehört:

  • Den Fuß vier Mal am Tag in warmem Wasser baden für ca. 15 Minuten. Das Fußbad mit Weißweinessig vermischen (1 Teil Essig, 1 Teil Wasser). Oder ein Fußbad aus der Apotheke
  • Nach dem Fußbad versuchen Sie, die Ecke des eingewachsenen Fußnagels anzuheben, indem Sie ein Stück Watte zusammenrollen und zwischen den Nagel und die Haut schieben. Kann zwar schmerzhaft sein, sollte aber versucht werden. Versuchen Sie nach jedem Fußbad die Watterolle etwas größer zu machen und weiter hineinzuschieben. Kann zwischen 1-2 Wochen dauern bis der Fußnagel nicht mehr eingewachsen ist.
  • Den betroffenen Fuß zweimal am Tag mit Seife und Wasser waschen. Den Rest des Tages den Fuß sauber und trocken und möglichst hoch halten.
  • Keine engen Schuhe tragen, stattdessen Sandalen, Flipflops oder Slippers.
  • Gegen die Schmerzen kann man Aspirin oder Ibuprofen nehmen. Sollte der Fußnagel nach der Behandlung zuhause immer noch eingewachsen sein, muss ein Arzt aufgesucht werden!

» Wer zusätzlich zum eingewachsenen Fußnagel auch Probleme mit Nagelpilz hat, der besucht die Seite Gegen Nagelpilz.

 

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2 Kommentare zu “Eingewachsener Fußnagel – Ein schmerzhaftes Problem an den Zehen

  1. Eingewachsener Fußnagel – Die Behandlung

    Der Hinweis, den Arzt aufzusuchen ist leider nur die zweitbeste Lösung, da am Ende dieses Besuchs mit hoher Wahrscheinlichkeit die Überweisung zu einem Chirurgen steht.

    Die beste Lösung ist der Besuch bei einer Podologin. Nur diese Berufsgruppe (sie gehört zu den Heil- und Pflegeberufen und kann mit einem Arzt zusammenarbeiten) hat gelernt, den eingewachsenen Fußnagel mit einer Nagelkorrektuspange zu behandeln. Das klingt zwar martialisch, ist aber dennoch die sanfte Korrekturmethode, weil:

    – keine Spritzen notwendig sind
    – keine Krankschreibung notwendig ist
    – damit die Ursache behoben wird und nicht an den Symptomen rumkuriert wird

  2. Mein Gott steht hier ein Blödsinn geschrieben!
    Bitte setzen Sie sich mit Ihrem ansässigen Podologen in Verbindung und bloß die Finger von Essig etc. Katastrophale Fehlinformationen!

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