Gegen Schuppen & Juckende Kopfhaut

Schuppen sind sichtbare Hautpartikel, die sich ablösen und eine juckende Kopfhaut verursachen können. Dabei ist es im Grunde vollkommen normal, dass sich tote Hautzellen von der Kopfhaut lösen, und neue gebildet werden – die Firma Procter & Gamble aus den USA hat herausgefunden, dass in etwa die Hälfte aller Erwachsenen unter Schuppen leiden!

Doch wie entstehen Schuppen? Neue Hautzellen drücken buchstäblich die alten nach oben, wobei man sich dies wie Dachziegel auf einem Haus vorstellen kann – die alten Zellen/Ziegel ganz oben lösen sich von der Kopfhaut ab, fallen herunter und die Schuppen sind „geboren“.

In den meisten Fällen sind Schuppen allerdings so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Bei anderen wiederum ist das Problem so unangenehm und erkennbar, dass man unbedingt etwas gegen Schuppen unternehmen will – insbesondere dann, wenn man dunkle Kleidung trägt und die juckende Kopfhaut unerträglich wird.

Gegen Schuppen – Ursachen

Schon vor vielen Jahren wurde herausgefunden, dass sich auf der Kopfhaut ein Hefepilz namens Malassezia befindet. Diesen Pilz hat jeder Mensch, er ernährt sich von der natürlichen Fettschicht der Haut ernährt und produziert Ölsäure. Diese Ölsäure beschleunigt die Zellbildung und Zellerneuerung, was verstärkt zu juckender Kopfhaut und Schuppenbildung führen kann. Somit mag es sinnvoll sein, gegen Schuppen Mittel zur Bekämpfung eben dieses Hefepilzes zu verwenden (siehe unten Schuppen-Shampoo).

Des Weiteren spielen Hormone und hormonelle Veränderungen im Körper eine Rolle bei der Menge an produzierten Schuppen, denn das Problem beginnt typischerweise am Ende oder kurz nach nach der Pubertät, oder auch in den Wechseljahren bei Frauen. Generell können Schuppen jedoch in jedem Alter auftreten.

Auch aggressive Haarwaschmittel, Haargels oder Haarsprays können die Kopfhaut nicht nur angreifen und zum Jucken bringen, sondern auch die Bildung von Schuppen begünstigen.

Juckende Kopfhaut & Schuppenbildung – Was ist wahr und was ist falsch?

  • Wahr: Schuppen entstehen häufiger bei Männern als bei Frauen.
  • Wahr: Das Wetter kann Schuppen beeinflussen, denn Sonnenlicht begünstigt die Bildung und das Wachstum von Malassezia.
  • Wahr: Kopfbedeckungen verschlimmern Schuppen und Jucken, denn dies begünstigt die Bildung von Schweiß auf der Kopfhaut, wodurch sich die Bedingungen von Hefepilzen verbessern.
  • Falsch: Schuppen entstehen durch trockene Haut. Sie entstehen vielmehr durch schnelle Neubildung von Hautzellen sowie durch Hefepilze, die Ölsäure produzieren, also durch fettige Haut.
  • Falsch: Juckende Kopfhaut & Schuppen sind ansteckend. Wenn der Kamm oder die Bürste von jemandem benutzt wird, der Schuppen hat, kann man sich damit keinesfalls anstecken.

Was kann man gegen Schuppen tun?

In vielen Fällen wird man die Schuppen schon los, wenn man ganz einfach das Haarwaschmittel oder das Stylingmittel wechselt. Auch das Kratzen der Kopfhaut sollte vermieden werden, da es das Problem verschlimmern und die Haarwurzeln beschädigen kann.

Vermeiden Sie es, das Haar zu färben! Wir alle haben nützliche Bakterien auf dem Kopf, die u.a. das Wachstum von Schuppen verursachenden Hefepilzen eindämmen können. Haarfärbemittel reduzieren die Anzahl dieser Bakterien.

Wer sich für ein Schuppen-Hausmittel interessiert, der kann folgendes ausprobieren: 5 EL getrockneten Thymian zusammen mit einem halben Liter Wasser 10 Minuten aufkochen, dann abkühlen lassen und durchsieben. Dreimal pro Woche die Flüssigkeit in die Kopfhaut einmassieren (nicht auswaschen!).

Ein Arzt sollte dann aufgesucht werden, wenn es zu stark juckender Kopfhaut kommt und diese konstant gerötet ist. Ebenso alarmierend ist schuppige Haut um die Augenbrauen oder die Nase herum, oder hinter den Ohren – dies könnte auf eine Hautkrankheit (z.B. seborrhoisches Ekzem oder Psoriasis) hindeuten. Auch klumpige oder fleckige Schuppen sollten untersucht werden.

Schuppen Shampoo

Bei Schuppen und juckender Kopfhaut ist es wichtig, beim Shampoonieren die Kopfhaut nicht zu kratzen, sondern sanft zu massieren! Das Kratzen kann zu kleinen Verletzungen führen und das Problem verschlimmern. Einige hilfreiche Tipps zu Schuppen-Shampoos:

  • Haben Sie nur sehr wenige Schuppen, benutzen Sie ein Shampoo, das „für häufiges Haarewaschen von trockenen Haaren“ geeignet ist. In vielen Fällen lassen sich so die wenigen Schuppen entfernen, und die Feuchtigkeit im Shampoo schützt vor juckender Kopfhaut.
  • Schauen Sie sich nach einem Schuppen-Shampoo um, das Teebaumöl enthält, oder Massieren Sie eine Mischung aus einigen Tropfen Teebaumöl und Wasser 2-3 Mal pro Woche in das gewaschene Haar. Studien zufolge können Schuppen dadurch bis zu 40% reduziert werden.
  • Eine weitere Möglichkeit sind Schuppen Shampoos, die Inhaltsstoffe aufweisen, welche direkt die Hefepilze angreifen (Packungsbeilage studieren) , z.B. Selen-Sulfid, Zink-Pyrithion, Ketoconazol oder Ciclopiroxolamin.

Produkt-Tipps Schuppen & Kopfhaut

Schuppen-Shampoo
Gegen Schuppen:
DUCRAY KELUAL DS Anti Schuppen Shampoos Wirkung auf Hefepilze ist wissenschaftlich belegt. Die Kopfhautflora findet zu ihrem Gleichgewicht zurück und der Schuppenbildung wird vorgebeugt.

 

Gegen juckende Kopfhaut
Gegen juckende Kopfhaut:
EUCERIN TH 5% Urea Shampoo wirkt rückfettend, hautberuhigend, Lindert den Juckreiz und schützt die Kopfhaut selbst bei täglicher Anwendung vor weiterem Austrocknen.

 


Gegen Schuppen, Juckreiz und Rötungen:
TERZOLIN® bekämpft mit ihrem effektiven Wirkstoff Ketoconazol gezielt die Ursachen Ihres Schuppenproblems. Die Lösung wirkt gegen Schuppenbildung, Juckreiz und Rötungen – schnell und lang anhaltend.


» Gegen Schuppen und juckende Kopfhaut hilft in jedem Fall das Vermeiden von fettiger Haut und/oder fettigen Haaren.

 

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