Scheidenpilz

Scheidenpilz wird auch Vaginal Candidiasis genannt. Der Pilz, der am häufigsten mit einer vaginalen Hefepilzerkrankung in Verbindung gebracht wird, ist Candida Albicans – er ist für 92% aller Scheidenpilz-Erkrankungen verantwortlich. Scheidenpilz ist an sich nichts Ungewöhnliches und kommt bei Frauen allen Alters vor – ca. drei Viertel aller Frauen werden einmal in ihrem Leben Scheidenpilze haben.

Studien haben gezeigt, dass fast jede zweite Frau Hefepilze in der Scheide trägt, ohne irgendwelche Symptome zu verspüren. Wenn sich aber Candida Albicans ungehindert vermehrt bis hin zu einer Entzündung, kann dies zu Hautirritationen, Geruchsbildung, Ausfluss und Vagina Juckreiz führen.

Normalerweise sorgen „gute“ Bakterien in der Scheide für das bakterielle Gleichgewicht in der Scheide, so dass Candida Albicans nicht unkontrolliert verbreitet wird. Unter bestimmten Umständen aber, wie z.B. Medikamenteneinnahme, Hormonschwankungen, Immunschwäche oder einige Krankheiten, kann diese Balance gestört werden und sich der Scheidenpilz vermehren.

Scheidenpilz ist kein ernstes Problem und kann mit Scheidenpilz-Medikamenten (siehe unten) behandelt werden.

Ursachen und Symptome von Scheidenpilz

Die Vagina ist ein Bereich des Körpers, der eine eigene Balance von Mikroorganismen besitzt. Wenn diese Balance unausgeglichen ist (z.B. wenn sich der Candida-Allbicans Scheidenpilz vermehrt), können die bekannten Scheidenpilz-Symptome auftreten. Diese Symptome sollten nicht verwechselt werden mit Hautreizungen aufgrund von Geschlechtsverkehr, Tampons, Chemikalien in Seifen und Gels oder allergischen Reaktionen.

Häufig wiederkehrende Scheidenpilz-Erkrankungen können ein Hinweis auf Diabetes, Leukämie oder HIV sein. In seltenen Fällen (insbesondere bei chronischer Immunschwäche) kann sich die Infektion auf den ganzen Körper ausbreiten und lebensbedrohlich sein.

Folgende Faktoren tragen dazu bei, das natürliche Gleichgewicht in der Vagina zu beeinflussen:

  • Antibiotika sind in der Lage, schützende Bakterien, die in der Scheide leben, zu zerstören. Scheidenpilz während oder nach der Einnahme von Antibiotika ist nicht ungewöhnlich.
  • Diabetes: Die Krankheit kann den Zuckergehalt sowie den pH-Wert in der Vagina erhöhen und das Risiko einer Scheidenpilz-Infektion anheben.
  • Geschwächtes Immunsystem durch Schwangerschaft, Steroide, HIV, Chemotherapie oder starke Medikamente.
  • Chemikalien in Duschgels, Shampoos, Seiden, Intimsprays etc.
  • Kleine Risse in oder an der Scheide, z.B. durch Geschlechtsverkehr oder Tampons.
  • Zu enge Unterwäsche, oder Wäsche die nicht aus Baumwolle ist. Beides kann Feuchtigkeit, Temperatur und Hautirritationen hervorrufen und die Ausbreitung der Scheidenpilze begünstigen.
  • Hormonschwankungen durch Eisprung, Wechseljahre, Schwangerschaft, Anti-Baby-Pille, Hormontherapien etc.

Scheidenpilz-Symptome

Im Normalfall ist eine Infektion mit Scheidenpilzen kein Grund zur Besorgnis, da eine Behandlung mit Anti-Scheidenpilzmitteln möglich ist. Eine Infektion kann unangenehmes Jucken hervorrufen, sollte aber keine Schmerzen verursachen (bei Schmerzen den Arzt aufsuchen!).

Folgende Anzeichen und Symptome können mit Scheidenpilz in Verbindung gebracht werden:

  • Gereizter, geröteter Vaginalbereich.
  • Ausfluss, dicklich und gelb oder weiß-grau und unangenehm riechend.
  • Bauch- oder Rückenschmerzen, die den Ausfluss begleiten, sind ein Scheidenpilz-Symptom.
  • Starker Juckreiz an der Scheide.
  • Schmerzen und/oder Brennen beim Urinieren.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
  • Übelkeit und Erbrechen sowie Fieber.
  • Innerhalb von 2 Monaten erneute Rückkehr der Scheidenpilz-Symptome.

Scheidenpilz Behandlung

Wenn klar ist, dass man am Candida Albicans Scheidenpilz erkrankt ist, eignen sich rezeptfreie Anti-Scheidenpilz-Medikamente zur Behandlung, die in ca. 75-90% der Fälle die Pilze wirksam bekämpfen können. Heilmittel zur Scheidenpilz-Behandlung kann man oral einnehmen, vaginal einführen oder als Creme auftragen. Cremes werden in die Vagina und das umliegende Gewebe einmassiert. Die Behandlung sollte innerhalb einer Woche den Scheidenpilz beseitigen.

Wenn Scheidenpilz-Cremes oder Scheidenpilz-Zäpfchen nicht helfen und die Symptome weiter bestehen bleiben, sollte die Behandlung mit den Medikamenten unterbrochen und eine Arzt aufgesucht werden.

Medikamente bei Scheidenpilz

Scheidenpilz beginnt meist mit einer Störung des natürlichen Gleichgewichts zwischen Pilzen und Bakterien im Vaginalbereich. Die Pilze, die üblicherweise in Schach gehalten werden, vermehren sich unkontrolliert.

Um die Scheidenpilz-Infektion in den Griff zu bekommen, eignen sich daher bestimmte Medikamente bei Scheidenpilz, die den körpereigenen Säureschutz der Haut (den pH-Wert) senken und somit Pilzinfektionen gar nicht erst zulassen.

 

Gegen ScheidenpilzCanesten® GYN enthält das Breitspektrum-Antimykotikum Clotrimazol und wird als rezeptfreies Scheidenpilz-Medikament verwendet. Schon kurz nach Anwendungsbeginn lassen die unangenehmen Symptome wie Juckreiz, Brennen und Ausfluss nach. Ein hilfreiches Medikament bei Scheidenpilz.

 

Medikament bei ScheidenpilzPREMENO Scheiden-Zäpfchen: Regulieren den Scheiden-pH-Wert, begünstigen die Schleimhaut-Feuchtigkeit der Scheide und deren Elastizität und verbessern Heilungsprozesse und Gewebereparaturen. Zudem wird Candida albicans, der häufigste Erreger des Scheidenpilz, durch das Medikament in seinem Wachstum gehemmt.

 

Scheidenpilz BehandlungBIOFANAL Salbe: Wird verwendet bei Pilzinfektionen mit Hefepilzen (Candida) der Haut, in den Körperfalten und der Schleimhäute. Ein Scheidenpilz-Medikament zur Behandlung der äußeren Geschlechtsteile der Frau.

 

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